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75 Jahre
Katholischer Frauenbund
St. Erasmus

Am 18. Oktober 2008 durften wir unser 75jähriges Bestehen seit der Gründung feiern! Wir haben dies mit unseren Gästen mit einem gemütlichen Nachmittag in unserem Erasmussaal gefeiert!

Thema war und bleibt:    "Verwurzelt in der Erde -
                                                 offen für das Leben.
                                                 Verwurzelt in Kirche und
                                                 Gesellschaft -
                                                 achtsam für das Heutige."

Mit diesen Sätzen sind wir diese 75 Jahre gegangen und werden hoffentlich noch weitere Jahre Frauenbundsarbeit leisten können und das heißt:

Solidarität unter Frauen stärken:

Das war nötig in den Anfangsjahren, in den Kriegs- und Nachkriegsjahren, in denen Frauen viel aufgebürdet wurde um sich gegenseitig Stütze und Halt zu geben.
Das war auch nötig in der "Umbruchzeit" der 70er und 80er Jahre - ausgehend vom 2. Vatikanum - um einander Mut zu machen, in Kirche und Gesellschaft als selbstbewusste Frauen aus dem männlichen Schatten zu treten. Voller Anerkennung schauen wir auf die Leistungen, den Mut und das Engagement der Frauenbund-Frauen.

Miteinander versuchen den Glauben zu leben:

Glauben hat mit der Realität dieser Welt zu tun, mit dem Alltag, mit der Wahrnehmung des Heutigen. Bei vielen Einkehrtagen, Vorträgen und Gottesdiensten ging es den Frauen darum, ihre Glaubenserfahrung ernst zu nehmen und sie anderen mitzuteilen. In dieser "Alltagstheologie" ging es um den Menschen und um Gott, nicht über Dogmen und Theorien. Dazu gehören auch die Bemühungen um ein neues Marienbild, um einen ganzheitlichen Zugang zur Bibel und Tradition.

Verantwortung für uns und andere übernehmen:

Dazu gehört eine große Aufgeschlossenheit, Wachsamkeit und ständige Bereitschaft sich weiter zu bilden, zu orientieren und eine eigenständige Position zu beziehen. Die Nöte der Zeit sehen, das war für so viele Impulse der Anfang.
So lesen wir in der Chronik von vielen Einladungen zu Besprechungen, in denen es um Familienpflege, Nachbarschaftshilfe, Sprachhilfe, Deutsch-Türkischer Frauenkreis, Behindertenkreis, Gymnastikgruppe, Besucherkreis im Altersheim und Hospiz ging. Und alle eingeleiteten Überlegungen führten dazu, dass diese Impulse Wirklichkeit geworden sind und heute noch bestehen.

Über den "Tellerrand" hinaus schauen und sich mitverantwortlich fühlen für Frauen und Kinder in Indonesien (Mädles-Brunnen-Aktion) für einen Brunnen und ein Entbindungszimmer in Tuma Jahe (Indonesien), für die Frauen- und Mädchenarbeit der Reutener Schwestern in Arari (Nordostbrasilien), sowie viele Informationen und Verbindungen zu Randgruppen mit auch immer wieder finanzieller Unterstützung, prägen die Frauenarbeit heute.

Hinzu kommt noch sich die regionale Bedürftigkeit zu realisieren und auch hier zu helfen: Jugendhaus in Neuhausen, Lebenswerk Zukunft, LOS, Hospiz, Lebenshilfe und auch bei unserem Kirchenumbau.

Ökumene leben:

Die konfessionelle Herkunft von uns Frauen stört uns nicht, im Gegenteil - wir bereichern uns durch die Vielfalt unseres Glaubens, der von den verschiedenen Traditionen her geprägt wurde und entdecken dabei so manch vergessene gemeinsame Wurzel.
Bei den Weltgebetstagen, bei Frauengottesdiensten, bei gegenseitigen Besuchen, bei Friedensgebeten und bei vielen geschwisterlichen Begegnungen von Frau zu Frau durften wir viel Gutes erfahren und neue Gedanken einbringen, die inzwischen selbstverständlich geworden sind.
Dazu zählen auch Kontakte zum Ökumenischen Frauenzentrum "Evas Arche" in Berlin-Mitte und zu vielen anderen ökumenischen Kreisen.

Offen für den Dialog mit allen gesellschaftlichen Gruppen:

Diese Offenheit zeigte am eindruckvollsten der erste Wernauer Frauentag, bei dem alle Frauengruppierungen angesprochen wurden und sich auch überzeugend einbrachten. Ein Novum! Vorurteile wurden abgebaut und die Erkenntnis gewonnen: Frauen können über religiöse, politische und kulturelle Grenzen hinweg aufeinander zu gehen und gemeinsam etwas bewirken.

Gemeinschaft erleben:

Monatliche Zusammenkünfte mit Vorträgen über Glauben, Gesundheit, hauswirtschaftliche und kulturelle Themen, jährliche Lichmessfeier, die Vorbereitung für Bazars, Gebet in der Nacht am Gründonnerstag, Wallfahrten, Betriebsbesichtigungen, Studienfahrten, Kaffeenachmittage und gemeinsame Sommerferientage. Das waren und sind für viele Frauen Orte und Möglichkeiten sich auszutauschen, gemeinsame Erlebnisse zu haben, sich geborgen zu wissen und immer wieder ein Stück Freude und Lebensmut zu tanken.

(Quelle: "WIR", Toni Hanninger)

Konkrete Daten:

1967 Erste ökumenische Begegnung zwischen   Kath. Frauenbund St. Erasmus und ev. Frauenkreis. Daraus entstand u. a. der Weltgebetstag.

1973 Gründung der Arbeitsgemeinschaft: "Sprachhilfe für ausländische Kinder".

1978 Gründung des "Freundeskreises für geistig gehinderte und nichtbehinderte Kinder und deren Familien".

1981 Gründung des "Deutsch-Türkischen Frauenkreises".

1982 Gründung des Bezirks KDFB Esslingen-Nürtingen.

1984 Gründung des "Besucherkreises im Altenheim St. Lukas" (als ökumenischer Kreis!).

ALLE GRÜNDUNGEN BESTEHEN IN DER EINEN ODER ANDEREN FORM BIS HEUTE!!!



"Verwurzelt in der Erde - offen für das Leben"

"Verwurzelt in Kirche und Gesellschaft -

 achtsam für das Heutige"